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Nachgehakt / 23.07.2015

Kleine Boilies für große Karpfen?! Nachgehakt bei Christopher Paschmanns

Erst kürzlich veröffentlichten wir die Pressemitteilung, dass Christopher Paschmanns, Korda Marketing Manager, Freund der Redaktion und Carpzilla-Mitbegründer, Consultant bei Mainline Baits ist. Er berichtete in der Mitteilung von seinen überragenden Erfolgen auf kleine Fertig-Boilies. Das machte nicht nur uns hellhörig, sondern reif auch einige Fragen unserer Leser auf: Kleine Boilies, dann auch noch aus der Tüte? Da hagelt es doch sicher Beifänge? Wir wollten wissen, was genau es damit auf sich hat und haben nachgehakt:

Carpzilla: Erstmal Glückwunsch zum Mainline-Deal, da hast Du Dir sicher eine renommierte Firma ausgesucht! In der Pressemitteilung schreibst Du von Deinen Erfolgen mit kleinen, süßen Boilies. Was meinst Du mit klein und was hat es damit auf sich?

Christopher Paschmanns: Danke Volker! Klein heißt für mich kleiner als 18 Millimeter. Denn ich denke, die meisten verwenden die gängigen im Laden oder beim Rollservice erhältlichen Durchmesser, also 18, 20 und 24 Millimeter – und das ja bereits seit vielen Jahren. Dabei entsprechen kleine Köder viel eher der natürlichen Nahrung von Karpfen.

Ich habe vor etwa zwei Jahren damit angefangen, mehr und mehr mit kleinen Boilies zu angeln, Fertig-Kugeln in 15 Millimeter Durchmesser. Für mich haben diese einen weiteren, ganz deutlichen Vorteil: Zwei Kilo 15er bedeuten am Grund mehr Einzelköder als zwei Kilo 20er – es sind einfach mehr Boilies. Ich kann die Fische also mit kleinen Ködern deutlich länger beschäftigen und biete ihnen damit noch interessanteres Futter an.

CZ: Und wie sieht es da mit Beifängen aus? Du wirst Dich doch bei den kleinen Boilies vor Brassen nicht mehr retten können, oder?

CP: Ganz im Gegenteil! Mir ist schon oft aufgefallen, dass sich die Beifänge voll auf das einschießen, was wir Karpfenangler ihnen geben. Dazu zwei Beispiele:

Vor Jahren habe ich in Hamburg neben einem Specimen Angler gesessen. Der angelte über Nacht gezielt auf die dicken Brassen des Sees und verwendete kleine Fisch-Pellets, ich wie üblich dort 24er Fisch-Boilies. Am Morgen hatte ich sechs wirklich große Brassen, er nur einen. Wir Karpfenangler konditionieren also nicht nur Karpfen mit unserem Futter. Da Beifänge sich aber deutlich seltener haken, machen sie auch weniger schlechte Erfahrungen.

Beispiel 2: Kürzlich drehten wir für die deutsche Masterclass 2016 an einem stark beangelten Vereinssee. Mein Teamkollege Daniel Brünkmans und ich hatten 28 Runs von Karpfen in 5 Tagen – keinen Beifang. Wir verwendeten die neuen High Impact Boilies ausschließlich in 15 Millimeter Durchmesser. Die anderen Jungs am See nahmen übliche Boilies in größeren Durchmessern und hatten einige Brassen als Beifang. An dem See wimmelt es nur so vor Brassen.

Zusammengefasst, auch wenn es unglaubwürdig klingt, ich habe in 2015 bisher über 80 Karpfen auf 15er Banoffees gefangen, aber weniger als 5 Brassen und genau einen – ziemlich großen – Aland. Es gibt aber noch einen naheliegenden Grund dafür, dass diese Köder relativ selektiv sind: Sie enthalten genau 0 % Fischmehl. Dieses ist aber der beste Brassenattraktor. Ein 15er Boilie ohne Fischmehl interessiert einen Brassen nicht, wenn er fischige 24er haben kann.

CZ: Klingt einleuchtend. Und wie genau setzt du kleines Futter ein, gib mal Beispiele.

CP: Naja, ich habe meine Angelei in den vergangenen zwei Jahren deutlich umgestellt. Mittlerweile mache ich kaum noch Nächte am Wasser, dafür gut geplante Tagestouren – teilweise nur für ein paar Stunden am Morgen oder Abend. Dabei versuche ich, mehr oder weniger an einem Gewässer dran zu bleiben. Bei meinem Job mit vielen Touren und natürlich mit meinem kleinen Sohn ist das nicht ganz einfach. Doch es lässt sich einrichten.

Anfangs arbeite ich nicht mit Futter, sondern suche die Fische. Dazu angel ich an Stellen, von denen aus ich die Wasserfläche gut einsehen kann. Wo springt was? Wo wird nicht geangelt? Schnell habe ich einen Überblick. Komme ich auf Fisch, beginnt die eigentliche „Kampagne“. Und dafür füttere ich in dem Areal weit verteilt zwei bis drei Kilo 15er Boilies und ein paar Spombs Tigernüsse vor.

Während der Tagessession verteile ich weniger Futter, aber wieder sehr weit gestreut. Eine bis zwei Ladungen mit der Spomb gehen recht präzise auf den Spot – mit Tigers und Boilies. Nach einem Biss wird wieder weit gestreut und nach dem Angeln gibt es wieder die oben beschrieben Futteraktion. Indem ich einen Platz immer nur für ein paar Stunden an – sagen wir – zwei Tagen die Woche befische, halte ich den Angeldruck sehr gering, Futter gibt es aber regelmäßig.

Es ist irre, was dadurch in kurzer Angelzeit möglich ist. Die letzten beiden Jahre waren meine besten, wenn ich es in Zeiteffizienz rechne. Ich hatte in diesem Jahr Doppe-Runs mit 20 Kilo Fischen und Kurzsessions mit 18 Runs an Gewässern, wo ich sonst ein paar Fische die Nacht fing – alles auf Boilies aus der Tüte.

CZ: Jetzt schreibst du, dass die Banoffees ganz besonders gut für Dich funktionieren. Warum ausgerechnet die?

CP: Ganz ehrlich: Keine Ahnung warum die Karpfen die mögen. Ich weiß es nicht. Ich finde sie nicht mal mehr wirklich lecker, wenn ich sie probiere. Doch aus der gesamten High Impact Serie sind es diese Köder, die konstant und überall Bisse bringen. Anfangs versuchte ich es eher mit Ködern, die meinem Ideal eines Karpfenköders entsprachen. Zum Beispiel Spicy Crab oder Salty Squid. Damit habe ich auch gefangen. Es waren mein Arbeitskollege Kevin Diederen und Teamangler Thomas Talaga, die mich zum Banoffee brachten.

Kevin verwendet die Boilies für seine sehr erfolgreiche Chod Rig Angelei: 500 Gramm Boilies weit verteilen, zwei Chod Rigs drauf, abwarten und Tee trinken. Thomas verwendet seit Jahren Mainline und wenn er mir Tipps gibt, höre ich ganz genau hin. Er hat die Kugeln im Aquarium, Teich und am See getestet und überall bevorzugten die Fische diese gegenüber anderen Fertigen aus der Serie (die sie auch später fraßen).

Das sind Argumente. Was mir auch auffiel: Im Wasser verfärben sich die gelb-braunen Kugeln weiß-gräulich. Sie waschen eben schnell aus – was ein gutes Zeichen ist. Doch diese Farbe, die sie dann annehmen, ist extrem gut wahrzunehmen, sie bildet einen Kontrast zum Boden. Auch das spielt sicher eine Rolle für den Erfolg!

CZ: Vielen Dank für das Insider-Wissen! Jetzt sind die Köder von Mainline natürlich ziemlich teuer. So eine Tüte Fertig-Boilies kostet um die 14 Euro. Was also tun, wenn man sie nicht gesponsert bekommt?

CP: Das ist eine sehr berechtigte Frage. Ich bin da natürlich in einer Luxusposition. Aber auch ich habe bereits für Futter bezahlt und war nie einer von denen, die an der falschen Ecke sparten. Irgendwer schrieb mal, wenn du in etwas gut sein willst, dann musst du auch investieren. Natürlich ist der Preis heftig und meine ehrliche Empfehlung da ist: Füttert deutlich weniger, kombiniert die Kugeln mit Tigernüssen und verteilt euer Futter großflächig. Wie gesagt, aus einer Kilotüte 15er Boilies holt ihr deutlich mehr raus als aus einer Kilotüte 20er. Probiert es aus! 

 

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